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Stagen & Renovieren einer abgewohnten Wohnung für den unmittelbaren Verkauf

 
Stagen & Renovieren einer abgewohnten Wohnung für den unmittelbaren Verkauf
 

Aufgabe: Stagen und Renovieren einer abgewohnten hofseitigen Single-Wohnung (55 m2), für den unmittelbaren Verkauf. Standort: Hafengasse im 3. Wiener Gemeindebezirk

Die Herausforderung, eine abgewohnte Wohnung zu revitalisieren, haben wir alle schon hinter uns – vorzugsweise geschehen in frühen Studentenzeiten oder bei der „Ersten-Liebe-Wohnung“: streichen der Fensterrahmen, erneuern der Türblätter (von braun auf weiß), die vergraute Wandfarbe aufhellen, die stark beanspruchte und „überladene“ Küche entrümpeln … die Beweisbilder dazu finden sich in unseren Fotoalben. Selbiges passierte auch mit dieser 55 m2 kleinen Single-Wohnung im 3. Wiener Gemeindebezirk. Der Unterschied zu unseren archaischen Fotoerinnerungen: Hier wurde professionell saniert und kreativ eingerichtet. Vor allem zeigt sich an diesem Staging-Beispiel, dass man mit wenig Mobiliar viel Atmosphäre schaffen kann. Ein Grundprinzip, welches außerdem hilft, in einer kleinen Wohnung mehr Freiraum zu schaffen. Abzulesen etwa am Wohnzimmer, dass durch die wenigen frei stehenden Möbel schon optisch einen großzügigen Raum suggeriert. Auch das Schlafzimmer lässt – trotz beengten Platzangebots – keine klaustrophobischen Gefühle aufkommen, Bett und Lichtskulptur ergänzen sich darüber hinaus zu einer eleganten Einheit.

Besonders radikal wurde die Küchensituation angegangen. Die vorhandene Zeileneinrichtung führte zu einer derartigen Raumverknappung, dass bei Anwesenheit von zwei Personen der Raum wohl wegen Überfüllung geschlossen werden musste. Die Lösung war das komplette Entfernen der Küchenzeile und die Konzentration des Arbeitsbereiches auf ein raumbreites multifunktionales Küchenmöbel (am Bild symbolisiert durch das fensterseitige Board, Anm.). Diese verkleinerte Form der Kücheneinrichtung bietet zwar weniger Platz zum Kochen und Spülen als die alte, dafür kann man sich aber trotz beengtem Raumangebot erstmals barrierefrei bewegen – und es bleibt sogar genügend Platz für einen Essbereich.

Um den erfrischenden Veränderungen auch ein entsprechendes Entree zu verleihen, wurde dem dunklen, schlauchartigen Flur ein neuer freundlicher Charakter verpasst – durch die Verwendung pointiert gesetzter runder Spiegel und einer zentralen Deckenleuchte. Nunmehr gerät man, im Gegensatz zu früher, nach Öffnen der Wohnungstüre nicht mehr in Versuchung, stante pede auf der Schwelle kehrt zu machen. Das sah auch die interessierte Klientel so. Am Anfang einer Woche gestaged, wurde das Objekt bereits am Wochenende verkauft.
Quod erat demonstrandum.

Aufwand

  • 1 Tag Staging
  • mehrere Tage Handwerk (Weißen, Sesselleisten, E-Leitungen erneuern, etc.)

Staging/Renovierungskosten: ca. 1 % vom VK

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